Chronik
Mitglieder: 935 (Stand 01/2006) *** Vereinsfarben rot-weiß

Die Geschichte des TSV Rapid Vilsheim:
 
Im Jahr 1948, drei Jahre nach dem zweiten Weltkrieg fanden sich auch in Vilsheim Einheimische und Heimatvertriebene Jugendliche und vom Krieg heimgekehrte Männer zusammen, um auch in Vilsheim in einem richtigen Verein Fußball spielen zu können. Damals war nur Fußball die große Sportart. In den umliegenden Ortschaften hatte man schon 1947 Vereine gegründet. Und so wurde auch in Vilsheim 1947 auf der Schachtelwiese, unterhalb der Kirche, ein Fußballplatz hergerichtet. Tore wurden nur aus Stangen gefertigt, Netze gab es keine. So wurden einige
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Freundschaftsspiele und Pokalspiele bis Herbst 1947 durchgeführt. Für die richtigen Punktspiele im Herbst 1948 war dieser Sportplatz nicht geeignet, weil er zu nahe bei der Kirche lag, damals wurden Sonntag nachmittags Messen gelesen. Man musste sich nach einen geeigneten Sportplatz umsehen, fündig wurde man beim Tristl am Damm, Simon Penker. Dort wurde eine Wiese für den Sportplatz gefunden und in mühevoller Arbeit für den Spielbetrieb hergerichtet. Tore wurden von den Spielern zusammengebaut und auch rot/weiß gestrichen, wie die Vereinsfarben gewählt wurden. In einer Nacht- und Nebelaktion wurden Tornetze besorgt, Maschendraht der auch den Zweck erfüllte. Der Sportplatz war fertig.
Im Sommer begann man mit Vorbereitungsspielen für den Saisonbeginn am 5. September. Ein Fußballplatz gehört ins Dorf! Im Frühjahr 1950 wurde von Graf von Spreti unter dem Anwesen Ritt und Moser ein Grundstück gepachtet. Wieder musste ein Spielfeld bespielbar gemacht werden, die Tore vom Tristl am Damm mussten nach Vilsheim gebracht werden und als Umkleidekabine wurde ein ausgedientes Bienenhaus vom Tristl-
Bauer nach Vilsheim transportiert. Eine Waschgelegenheit gab es damals noch nicht. Im September 1950 konnten die Punktespiele auf dem neuen Sportplatz wieder aufgenommen werden. Zum Spielfeldstreuen wurde damals schon ein Streuwagen für Sägespäne gebaut, der bis in den siebziger Jahren seinen Dienst tat. In den sechziger Jahren, nach dem Abstieg in die C-Klasse, wurde es um den FCR Vilsheim still. In dieser schwierigen Zeit gaben die Verantwortlichen des FCR und Spieler nie auf, denn nach schlechten Zeiten kommen wieder Gute. Es kam des öfteren vor, dass die 2. Mannschaft das Vorspiel bestritt und anschließend 2 bis 3 Mann noch einmal spielen mussten, weil die 1. Mannschaft nicht komplett war. Einmal in Haarbach, bei nasskaltem Winterwetter, spielte die 2. Mannschaft das Vorspiel 2: 1. Schiedsrichter Stiegler wollte das Spiel der 1. Mannschaft anpfeifen, doch von der 1. Mannschaft ist keiner gekommen, die 2. Mannschaft trat nicht mehr an. Das liebe Geld fehlte an allen Ecken, denn erst 1969 konnte eine einigermaßen, aus Holz gebaute Umkleide und Dusche errichtet werden. So lange diente das alte Bienenhaus dem FCR Vilsheim.
Oft war nur ein Fußball vorhanden, wenn dieser in einem Spiel kaputt gegangen wäre, hätte man das Spiel abbrechen müssen. In den siebziger Jahren ging es langsam aufwärts. Die Mitgliedsbeiträge wurden erhöht. 1974 bis 1975 konnte man mit den Planungen Sportplatzbau und Vereinsheimbau beginnen. Mit Zuschüssen vom BLSV, Bezirk und Gemeinde, konnten die beiden Projekte 1977 verwirklicht und eingeweiht werden. Nach dem Wiederaufstieg in die B-Klasse trat der FCR Vilsheim 1977 den Weg nach oben an. Die Baumaßnahmen ruhten auch nicht, denn es wurden zwei Tennisplätze und zwei Stockbahnen in Angriff genommen und 1986 eingeweiht. Dem nicht genug. Eine neue Vorstandschaft begann wieder mit Planungen. Ein neues, größeres Vereinsheim würde zu dem Gesamtbild Sportplatz/ Tennisplätze passen. Das alte Haus wurde zu klein, denn Umkleide- und Duschräume sowie sanitäre Einrichtungen für Tennis und der viel sporttreibenden Jugend waren nicht vorhanden. Das neue Sportheim wurde 1994 geplant, ausgeführt und eingeweiht.
Foto von 1950:
Das Bienenhaus als Umkleideraum und Albrecht Heinz “Heischneider” sowie Fortbewegungsmittel Nr. 1 - das Radl !
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Original-Gründungs-
Urkunde vom 16.01.1948
1949: Fußballerausflug
im Gletschergarten
(Berchtesgaden)
Penker Fritz + Stenzel Walter
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1949: Pokalturnier in Golding
v.l.: Schinzel E., Schack H.,
Träger E., Spornraft M.,
Steininger H., Schrafstetter J.,
Handschuh G., Steffen,
Schmelling.
sitzend: Stenzel E., Albrecht H.
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1949: Torwart Steininger Hans
auf dem Sportplatz beim
Tristl-Bauer im Spiel gegen
Massing in blendender Form.

Endergebnis: 3:1
Sportticker
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